Die Dropkick Murphys sind wahrscheinlich die amerikanischste aller amerikanischen Punkbands. Sie haben schon auf einer Beerdingung eines US-Soldaten gespielt und schwenken bei Konzerten zuhause auch mal das Star-Spangled Banner. Auf der anderen Seite sind sie die irischste aller amerikanischen Punkbands, kommen die Jungs doch auch Boston, wo der St. Patrick’s Day bis heute einer der höchsten Feiertage im Jahreslauf ist und DKM jährlich auf dem Bostoner St. Patrick-Festival auftreten.
Aber Widersprüche sind im Punk ja nicht unbekannt, und zumindest auf der Bühne sorgt die Universalität von Musik für Einigkeit. Und dass Irland hier im Vordergrund steht, erkennt man schon an der Instrumentierung. Neben den klassischen Bratzknallern wie Gitarre, Bass und Schlagzeug, erkennt man an Dudelsack, Akkordeon, Mandoline und Tin Whistle, woher der Wind weht. Da wollten auch Altwelt-Kollegen wie Colin McFaull, Sänger von Cock Sparrer, und Shane MacGowan von den Pogues nicht nachstehen und sangen für die Dropkick Murphys.
Auch auf dem jüngsten Album „The Meanest Of Times“ bleiben sich die Jungs treu: Irish-Folk-Punk, Songs über’s Trinken, die Folgen übermäßigen Whiskey-Konsums, traditionelle irische Folklore-Lieder, das Kleeblatt und natürlich die entscheidenden Vorteile, in einer harmonischen, irischstämmigen Familie aufzuwachsen. Anders gesagt: Die erste Wahl wenn es um laute, fröhliche und trinkfeste Punkmusik geht sind und bleiben die Dropkick Murphys.